Sprunggelenksfraktur

Sprunggelenksfraktur

Ein Bruch am Sprunggelenk ist ein vollständiger oder teilweiser Bruch eines Knochenanteils an einer oder beiden Seiten des Sprunggelenks. Kennzeichnend sind unter anderem Schmerzen, Schwellung und die Unfähigkeit, auf dem betroffenen Bein zu gehen.

Ein Bruch am Sprunggelenk wird medizinisch auch als Sprunggelenksfraktur bezeichnet.

Wie entsteht ein Bruch am Sprunggelenk?

Fast immer ist ein Sturz oder Unfall die Ursache einer Sprunggelenksfraktur. Bei einer einseitigen Fraktur ist meist das Wadenbein der Knochen, der bricht, allerdings kann auch das Schienbein brechen.

Menschen, die Kontaktsportarten wie Fußball oder Rugby betreiben, haben ein erhöhtes Risiko für eine Sprunggelenksfraktur. Auch Personen mit einer Vorgeschichte von Knochenschwund (Osteoporose) haben aufgrund geschwächter Knochen generell ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche.

Symptome einer Sprunggelenksfraktur

Der Moment des Bruchs ist beim Sturz oder Unfall meist spürbar oder sogar hörbar. Fast unmittelbar treten starke (Druck-)Schmerzen auf Höhe des gebrochenen Knochens und Schmerzen bei Bewegung des Sprunggelenks auf. Der Knöchel kann anschwellen und sich blau verfärben. Ein typisches Merkmal einer Sprunggelenksfraktur ist die Unfähigkeit, auf dem betroffenen Bein zu stehen und zu gehen.

Wie wird die Diagnose einer Sprunggelenksfraktur gestellt?

Anhand der Schilderung des Patienten und der körperlichen Untersuchung wird meist schnell klar, dass es sich um eine Sprunggelenksfraktur handelt. Bei Verdacht auf eine Sprunggelenksfraktur werden nahezu standardmäßig die ‘Ottawa Ankle Rules’ angewendet. Das sind spezifische Fragen und Tests, um zwischen einer Sprunggelenkverstauchung (verstauchtes Sprunggelenk) und einem Bruch zu unterscheiden.

Besteht der Verdacht auf eine Sprunggelenksfraktur, wird eine Röntgenaufnahme gemacht. Darauf ist die Frakturlinie in der Regel gut sichtbar, und der Schweregrad kann eingeschätzt werden.

Einteilung der Sprunggelenksfrakturen
Die Art der Sprunggelenksfraktur kann anhand der Lokalisation nach der sogenannten Weber-Klassifikation eingeteilt werden. Zur Bestimmung der Schwere der Fraktur werden außerdem Begleitverletzungen betrachtet. Liegen zum Beispiel Knochenstücke vor, die durch die Haut nach außen ragen (offene Fraktur), besteht eine Verrenkung der Fraktur (Dislokation) oder sind mehrere Brüche vorhanden (Trümmerfraktur)?

Bei einer Sprunggelenksfraktur mit mehreren Brüchen wird beurteilt, ob die Knochenstücke noch korrekt aufeinander stehen. Bei einer stabilen Fraktur, bei der die Knochen richtig aufeinander stehen, besteht die Behandlung häufig aus Gips und Ruhe. Bei einer instabilen Fraktur, bei der die Knochen nicht korrekt zueinander stehen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Bruch nicht gut heilt. Dann ist eine Operation notwendig.

Behandlung einer Sprunggelenksfraktur

Die Behandlung einer Sprunggelenksfraktur hängt vollständig von Art und Schwere der Fraktur ab. Bei einer stabilen Fraktur mit hoher Chance auf natürliche Heilung werden die Knochenanteile in der Regel mittels Gips und Ruhe wieder zusammenwachsen gelassen. Bei einer instabilen Fraktur werden die Knochenstücke während einer Operation mit Fixationsmaterial stabilisiert. Beispiele hierfür sind Metallplatten, Schrauben, Drähte oder Stifte, die dafür sorgen, dass die Knochenstücke in einer guten Stellung zusammenwachsen.

Ein Physiotherapeut ist sowohl bei stabilen als auch bei instabilen Frakturen eng am Heilungsprozess beteiligt. Es ist von großer Bedeutung, Beweglichkeit, Muskelkraft und Belastbarkeit während der Heilung wieder aufzubauen. Mögliche Behandlungsformen des Physiotherapeuten sind Mobilisationstechniken, Massage, Medical Taping und Übungstherapie.

Finde einen Physiotherapeuten, der dir hilft, dich von einer Sprunggelenksfraktur zu erholen.

Hat Ihnen diese Information geholfen?

Hervorgehobene Erkrankungen

Diese Seite teilen Machen Sie den Selbstcheck