Adipositas

Fettleibigkeit, Übergewicht, Adipositas, starkes Übergewicht.

Adipositas ist eine medizinische Erkrankung. Dabei hat der Körper so viel Fett gespeichert, dass das Risiko für andere Erkrankungen steigt. Bei Adipositas kann die Gesundheit beeinträchtigt werden.

Wann spricht man von Adipositas?

Von Adipositas spricht man bei starkem Übergewicht. Dieses lässt sich anhand des sogenannten Body-Mass-Index (BMI) einfach berechnen. Der BMI ist eine Zahl, die das Verhältnis von Körpergröße und Gewicht angibt. Bei einem BMI über 30 spricht man von Adipositas. Möchten Sie Ihren BMI wissen? Klicken Sie hier, um Ihren BMI zu berechnen. Wer klein und muskulös ist, kann ebenfalls einen höheren BMI haben. Das bedeutet natürlich nicht automatisch, dass Adipositas vorliegt.

Welche Folgen hat Adipositas?

Adipositas erhöht das Risiko für andere gesundheitliche Beschwerden, zum Beispiel:

Was ist die Ursache von Adipositas?

Menschen mit Adipositas nehmen im Allgemeinen zu viel Energie über die Nahrung auf, verglichen mit ihrem Energiebedarf durch Bewegung. Vererbung oder eine genetische Veranlagung können dabei eine Rolle spielen.

Der Körper benötigt eine bestimmte Energiemenge, um alle Grundfunktionen aufrechtzuerhalten, etwa den Blutkreislauf, die Gehirnsteuerung und die Funktion der Organe. Dies wird als Grundumsatz bezeichnet und in Kalorien angegeben. Der Grundkalorienbedarf ist die Kalorienmenge, die man benötigt, um einen Tag ohne zusätzliche körperliche Anstrengung zu bewältigen.

Natürlich liegt man nicht den ganzen Tag still. Auch tägliche Aktivitäten und Bewegung benötigen Energie. Addiert man diesen zusätzlichen Bedarf zum Grundkalorienbedarf, erhält man die täglich benötigte Gesamtmenge an Kalorien. Nimmt man mehr auf, als man benötigt, wird überschüssige Energie gespeichert und man kann zunehmend an Gewicht zunehmen.

Im Durchschnitt benötigen Frauen 2000 Kalorien pro Tag und Männer 2500. Dies hängt jedoch von Alter und Lebensstil ab. Deshalb kann man den ungefähren täglichen Kalorienbedarf auch selbst berechnen. Klicken Sie hier, um Ihre tägliche Kalorienmenge zu berechnen.

Vererbung
Auch die Vererbung kann bei Adipositas eine Rolle spielen. Manche Menschen verbrauchen aufgrund eines schnelleren Stoffwechsels mehr Energie als andere. Auch die Körperzusammensetzung ist wichtig. Muskeln verbrauchen in Ruhe mehr Kalorien als Fettgewebe. Trotz dieser Faktoren ist das wichtigste Problem häufig, dass jemand zu viel isst.

Weitere Ursachen
In seltenen Fällen kann Adipositas durch eine Stoffwechselerkrankung, Medikamente oder eine psychische Erkrankung verursacht werden.

Welchen Einfluss hat das Alter auf Adipositas?

Das Alter selbst hat keinen Einfluss auf Adipositas. Mit zunehmendem Alter sinkt jedoch der Grundumsatz. Dann benötigt man weniger Kalorien, um die Grundfunktionen des Körpers aufrechtzuerhalten. 

Der Grundumsatz wird teilweise durch die Hormone im Körper bestimmt. Deshalb klagen Menschen rund um die Menopause über Gewichtszunahme und darüber, nicht mehr abnehmen zu können. Es ist daher wichtig, im Alter weniger zu essen und/oder sich mehr zu bewegen.

Welche Risikofaktoren gibt es für Adipositas?

Zu viel und ungesundes Essen ist die häufigste Ursache für Adipositas. Es gibt jedoch viele Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen:

  • Essstörung.
    Probleme mit dem Essen können den Stoffwechsel stören. Wenn sich Phasen mit sehr wenig Essen mit Phasen normalen oder übermäßigen Essens abwechseln, speichert der Körper zusätzliches Fett.
  • Zu viele Kohlenhydrate.
    Neben der Kalorienmenge kann ein Übermaß an Kohlenhydraten (Zucker) die Fettspeicherung beeinflussen.
  • Stress.
    Bei anhaltendem Stress kann sich das Hormon Cortisol im Körper anreichern. Cortisol erhöht die Fettspeicherung und den Appetit.
  • Zu wenig Schlaf.
    Ausreichender Schlaf ist für die Hormone wichtig. Zu wenig Schlaf kann zu erhöhtem Cortisol führen. Nachtarbeiter leiden häufiger unter Übergewicht.
  • Hormone störende Stoffe.
    Hormone sind für den Stoffwechsel wichtig. Medikamente oder Giftstoffe können das hormonelle Gleichgewicht stören.
  • Rauchstopp.
    Rauchen hemmt den Appetit, und nach dem Aufhören schmeckt Essen besser.

Was kann man selbst gegen Adipositas tun?

Es ist wichtig, darauf zu achten, was und wie viel man isst. Im Supermarkt ist auf jedem Produkt die Kalorienmenge angegeben, außer bei Obst und Gemüse. Daher sollte man auf dem Etikett nachsehen, wie viele Kalorien ein Produkt enthält. Auch scheinbar gesunde Produkte können viele Kalorien enthalten.

Tipps

  • Achten Sie auf die Kalorienmenge.
  • Bewegen Sie sich und bleiben Sie in Bewegung. Nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs und fahren Sie beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit.
  • Suchen Sie eine Sportart, die Ihnen Spaß macht. Eine Sportart, die Ihnen gefällt, halten Sie leichter durch.
  • Vermeiden Sie Stress. Planen Sie in stressigen Phasen Zeit für entspannende Aktivitäten ein, etwa Sport, Lesen, Musizieren oder ein anderes Hobby.

Bei Adipositas ist es am besten, Hilfe bei der Gewichtsabnahme zu suchen. Eine Diätologin/ein Diätologe oder eine Ernährungsberaterin/ein Ernährungsberater kann dabei helfen. Einfach verschiedene Diäten auszuprobieren, ist nicht sinnvoll. Der Körper muss ausreichend mit den richtigen Nährstoffen versorgt werden. Auch eine extreme Einschränkung der Kalorien ist nicht immer ratsam, da der Körper Energie benötigt.

Bewegung
Neben der Ernährung ist Bewegung ein wichtiger Faktor beim Abnehmen. Um herauszufinden, welche Bewegung oder Sportart für den Körper geeignet ist, empfiehlt sich ein Termin bei einem Physiotherapeuten. Dieser kann beraten, welche Bewegung am besten geeignet ist, und Verletzungen beim Beginn einer Sportart vorbeugen.

Viele Physiotherapiepraxen bieten spezielle Bewegungsprogramme für Menschen mit Adipositas an. Dabei kann man in einer Gruppe mit anderen Betroffenen am Gewicht arbeiten, begleitet von einem Physiotherapeuten.

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