Flüssigkeit im Knie

Knieerguss, Hydrops Knie

Flüssigkeit im oder um das Kniegelenk kommt häufig vor. In den meisten Fällen ist dies eine direkte Reaktion des Körpers auf eine Verletzung oder eine Entzündungsreaktion. Die medizinische Bezeichnung ist Hydrops des Knies.

Wie entsteht Flüssigkeit im Knie?

Meist ist Flüssigkeit im Knie ein Zeichen für eine Schädigung. Etwa eine Zerrung eines Kniebandes, ein Meniskusriss, ein Kreuzbandriss oder eine ausgerenkte Kniescheibe. Dies sind alles Beispiele für Verletzungen, bei denen Flüssigkeit im Knie eines der ersten Merkmale ist. Das Knie fühlt sich instabil an und die Schmerzen nehmen bei Bewegung und Belastung zu.

Durch die Flüssigkeit im Knie gelingt das Beugen und Strecken nicht oder nicht vollständig. Die Kombination von Flüssigkeit im Knie, Wärme, Rötung und Schmerzen an der Vorderseite der Kniescheibe kann auf eine Gelenkentzündung oder eine Schleimbeutelentzündung des Knies hinweisen.

Die Kombination aus Morgensteifigkeit und/oder Knistergeräuschen (Krepitationen) beim Bewegen des Knies und einem höheren Alter weist auf Arthrose hin. Dabei haben Qualität und Dicke des Gelenkknorpels abgenommen.

Wie wird die Ursache für Flüssigkeit im Knie festgestellt (diagnostiziert)?

Die Diagnose wird auf der Grundlage eines Gesprächs zwischen Physiotherapeutin oder Physiotherapeut bzw. Ärztin oder Arzt und der Patientin oder dem Patienten über das Entstehen der Beschwerden sowie mehrerer körperlicher Tests gestellt. Diese Tests dienen dazu, Schäden an Bändern, Meniskus oder Knorpel des Knies aufzuspüren.

Bei Zweifel kann es nötig sein, eine Röntgenaufnahme oder eine MRT anzufertigen, um die Ursache des dicken Knies zu ermitteln. Wenn das Knie sehr dick ist, ist es oft leicht gebeugt. Das ist die ‘Bonnet-Stellung’. Diese Haltung ist am wenigsten schmerzhaft und gibt der Schwellung am meisten Raum.

Um die Flüssigkeit im Knie weiter zu untersuchen, kann eine Ärztin oder ein Arzt eine Gelenkpunktion durchführen. Über eine Nadel wird die Flüssigkeit aus dem Knie abgesaugt und anschließend auf Entzündungswerte untersucht. Eine Gelenkpunktion verschafft oft sofortige Linderung der Schmerzen. Die Flüssigkeit ist nämlich weg oder weniger. Leider ist dies meist nur von kurzer Dauer und die Flüssigkeit kehrt zurück, solange die Ursache nicht behoben ist.

Behandlung von Flüssigkeit im Knie

Um die Flüssigkeit im Knie zu verringern, ist es ratsam, das Knie weniger zu belasten. Regelmäßige Ruhepausen und das Hochlagern des Beins helfen, Schmerzen und Schwellung zu reduzieren. Sobald es geht, ist es gut, die Belastung wieder langsam zu steigern.

Wenn die Ursache der Flüssigkeit im Knie klar ist, beginnt die Behandlung. Bei einer Gelenkentzündung oder einer Schleimbeutelentzündung werden meist Entzündungshemmer und Ruhe verordnet. Bei Schäden an den Bändern oder am Meniskus ist manchmal eine Operation nötig, um die Funktion des Knies wiederherzustellen.

Ist keine Operation notwendig, besteht die Behandlung vor allem aus Übungstherapie bei der Physiotherapeutin oder dem Physiotherapeuten. Die Übungen zielen dann auf die Kräftigung der Muskulatur rund um das Knie ab. Ziel ist es, die Funktion des Kniegelenks zu verbessern.

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