- Körperliche Beschwerden
- Tendinopathie
Tendinopathie
Erkrankung der Sehne
Der Begriff Tendinopathie setzt sich aus den griechischen Wörtern tendon- (was Sehne bedeutet) und -pathie (was auf Krankheit, Störung oder Abweichung hinweist) zusammen. Frei übersetzt ist eine Tendinopathie also eine Sehnenerkrankung. Es gibt viele verschiedene Sehnenerkrankungen, aber sie fallen alle unter den Begriff Tendinopathie.
Die wichtigsten Sehnenerkrankungen sind:
- Tendinitis (-itis steht für Entzündung der Sehne).
- Tendinose (-ose steht für Qualitätsminderung der Sehne).
- Sehnenruptur (-ruptur steht für Teilriss oder vollständigen Riss der Sehne).
Wo kann eine Tendinopathie entstehen?
Sehnen sind überall im Körper zu finden und bilden die Verbindung zwischen Muskeln und Knochen. Grundsätzlich kann in jeder Sehne eine Tendinopathie entstehen. Dennoch gibt es einige Bereiche, die bei Sehnenerkrankungen deutlich häufiger betroffen sind. Dabei denkt man vor allem an:
- Schultern – Ein gutes Beispiel sind Sehnenerkrankungen der Rotatorenmanschette (Schulterstabilisatoren).
- Ellenbogen – Im Bereich rund um den Ellenbogen sind ein Tennisellenbogen (Tennisarm) und ein Golferellenbogen (Golfarm) häufige Sehnenerkrankungen.
- Knie – Ein Jumper's Knee und ein Runner's Knee sind häufige Sehnenerkrankungen des Knies.
- Unterschenkel – Am bekanntesten in dieser Region ist eine Verletzung der Achillessehne.
Wie entsteht eine Tendinopathie?
Im Allgemeinen steht eine Tendinopathie in direktem Zusammenhang mit körperlicher Belastung. Besonders bei einer Tendinitis oder Ruptur liegt fast immer eine Überbelastung (zu viel Belastung) oder eine Unterbelastung (zu wenig Belastung) der Sehne vor. Länger andauernde Unterbelastung führt zu einer Schwächung der Sehne und macht sie anfälliger für Verletzungen.
Darüber hinaus gibt es mehrere Risikofaktoren für das Entstehen von Sehnenerkrankungen. Wir unterscheiden dabei intrinsische Faktoren (Faktoren, die der Person selbst spezifisch zuzuordnen sind) und extrinsische Faktoren (Umweltfaktoren).
Beispiele für intrinsische Risikofaktoren sind: Alter, Geschlecht, Übergewicht, Fehlstellungen der Füße.
Umweltfaktoren, die Einfluss auf Sehnenerkrankungen haben können, sind unter anderem: Witterungsbedingungen, Untergrundtyp, Art des Schuhwerks und die Art des Trainingsaufbaus.
Wie wird eine Tendinopathie behandelt?
Grundsätzlich gilt für alle Sehnenerkrankungen, dass die Anpassung von Aktivitäten und die Kräftigung der Sehne die wichtigsten Bestandteile der Behandlung sind. Um das Risiko auf eine Tendinopathie zu verringern, ist es sehr wertvoll, auf die genannten Risikofaktoren einzugehen.
Häufig verwendete Behandlungsmethoden bei einer Tendinopathie sind unter anderem Shockwave-Therapie, perkutane Elektrolyse und Taping. Bei all diesen Behandlungsformen ist die Schmerzreduktion das erste Behandlungsziel. Anschließend wird mit Übungstherapie begonnen, um die Muskeln und Sehnen wieder zu stärken.
Nehmen Sie Kontakt mit einem Physiotherapeuten auf, um Ihre Sehnenbeschwerden loszuwerden.
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