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Rheuma und Ernährung
Rheumatoide Arthritis, RA
Rheuma entsteht durch ein gestörtes Immunsystem. Aber wie entsteht ein gestörtes Immunsystem? In diesem Artikel werden die wichtigsten Ursachen im Bereich Ernährung und Lebensstil beschrieben.
Was ist Rheuma?
Rheumatoide Arthritis oder Rheuma ist eine Erkrankung, bei der Gelenke von einem überaktiven Immunsystem angegriffen und geschädigt werden. Dadurch werden auch andere Gewebe und Organe geschädigt. Es gibt vielfältige Folgen wie:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Hauterkrankungen.
- Nervenschäden.
- Lungenerkrankungen.
Um Rheuma zu bekämpfen, ist es wichtig, die Funktion des Immunsystems zu verbessern. Ein gut funktionierendes Immunsystem verringert Angriffe auf Gelenke, Gewebe und Organe.
Wie entsteht Rheuma?
Rheuma entsteht durch ein gestörtes Immunsystem. Der eigene Körper wird angegriffen. Deshalb wird es eine Autoimmunerkrankung genannt. Der Angriff richtet sich auf das Synovium. Dies ist eine Schleimhautschicht an der Innenseite des Gelenks, die Flüssigkeit produziert. Diese zähflüssige Gelenkflüssigkeit ernährt den Knorpel und sorgt für Schmierung und Dämpfung. Durch die Entzündung verliert die Gelenkflüssigkeit ihre Funktion, wodurch der Knorpel und die Knochen im Gelenk geschädigt werden.
Ursachen eines gestörten Immunsystems
Die wichtigsten Ursachen eines gestörten Immunsystems sind:
- Krankmachende Darmbakterien: Das verändert die Funktion des Immunsystems.
- Nahrungsmittelallergie. Eine Allergie ist eine Reaktion des Immunsystems auf körperfremde Stoffe, die an sich nicht schädlich sein müssen.
- Leaky-Gut: Durch eine geschädigte Darmwand gelangen Stoffe ins Blut, die eine Immunreaktion auslösen.
- Mangel an der Fettsäure Omega-3 und zu viel der Fettsäure Omega-6 im Verhältnis zu Omega-3.
- Ungesundes Ernährungsverhalten: zu viele tierische Eiweiße und Fette, zu viele raffinierte Kohlenhydrate und Zucker.
- Zu wenig Gemüse, Obst und Ballaststoffe.
- Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.
- Bewegungsmangel.
Behandlung
Die Behandlung beginnt mit der Diagnosestellung durch einen Rheumatologen. Er verordnet möglicherweise Medikamente, um die Beschwerden direkt zu vermindern. In Absprache mit dem Rheumatologen wird in der Regel auch die Behandlung bei einem Physiotherapeuten begonnen.
Das Ziel der Behandlung ist, die Schäden an den Gelenken, Geweben und Organen so weit wie möglich zu verhindern oder zu begrenzen, Schmerzen zu verringern und Invalidität oder Funktionsverlust zu vermeiden. Ein Physiotherapeut kann helfen, die Gelenke geschmeidig und die Kondition aufrechtzuerhalten.
Medikamente
Es gibt Medikamente, die bei vielen Patientinnen und Patienten die Beschwerden stark lindern. Die Medikamente richten sich auf die Bekämpfung von Schmerzen und die Beseitigung der Entzündungen. Leider haben die Medikamente oft Nebenwirkungen, die die Lebensqualität beeinträchtigen können. Außerdem bekämpfen sie nicht die zugrunde liegenden Ursachen.
Ernährung
Eine Diätassistentin/ein Diätassistent oder eine orthomolekulare Behandlerin/ein orthomolekularer Behandler konzentriert sich auf die Ursachen von Rheuma im Bereich Ernährung. Um eine Autoimmunerkrankung zu behandeln, muss das Immunsystem angegangen werden. Eine orthomolekulare Ärztin/ein orthomolekularer Arzt oder Therapeut hilft dabei. Ziel der Behandlung ist es, den Körper mit notwendigen und nützlichen Nährstoffen wieder gesund zu machen.
Die Behandlerin/der Behandler stellt Fragen zu Ernährung und Lebensstil. Es wird auch erhoben, ob ein Mangel oder Überschuss bestimmter Stoffe im Körper vorhanden ist. Der Behandlungsplan wird auf eine Veränderung der Ernährung und/oder des Lebensstils ausgerichtet sein. Es kann auch geraten werden, ein oder mehrere Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden.
Zum Schluss
Beraten und Behandeln sind Maßarbeit. Verschiedene Gesundheitsfachleute helfen Ihnen gern weiter. Tun Sie dies immer in Absprache mit dem Rheumatologen oder Hausarzt.