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Osteoporose und Ernährung
Osteoporose
Osteoporose ist der Verlust von Knochenmasse und entsteht unter anderem durch einen Mangel an Kalzium. Aber wie entsteht ein Mangel? In diesem Artikel werden die wichtigsten Ursachen beschrieben. Alle Ursachen haben mit Ernährung und Lebensstil zu tun.
Was ist Osteoporose?
Osteoporose ist der Verlust von Knochenmasse. Dadurch werden die Knochen brüchig und die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche steigt. Meist wird Osteoporose erst nach einem Knochenbruch entdeckt.
Entstehung
Ein Mangel an Kalzium (Kalk) im Körper kann auf drei Arten entstehen.
- In der Ernährung ist zu wenig Kalzium enthalten.
- Kalzium wird nicht richtig aufgenommen.
- Kalzium gelangt nicht an die richtige Stelle.
Mögliche Ursachen für Kalziummangel
Dies sind mögliche Ursachen für einen Mangel an Kalzium im Körper.
- Übersäuerung.
- Bewegungsmangel.
- Mangel an Vitamin D.
- Mangel an Vitamin K.
- Hoher Blutzuckerspiegel.
- Mangel am Mineral Magnesium.
- Mangel am Mineral Bor.
- Mangel am Mineral Strontium.
1. Übersäuerung
Übersäuerung tritt infolge falscher Ernährung, Rauchens, Stresses oder Bewegungsmangels auf. Ist der Körper zu sauer, kann er nicht gut Energie bereitstellen und Abfallstoffe beseitigen. Leber, Nieren und Darm werden überlastet, und der Körper muss Mineralien aus Knochen und Zähnen entnehmen, um zu entsäuern. Das führt zu einem Verlust an Knochenmasse.
2. Bewegungsmangel
Zu wenig Bewegung trägt in jedem Alter zu geringerer Knochenmasse bei. Knochen benötigen ständig Belastungsreize, um abgebaut und wieder aufgebaut zu werden. In jüngeren Jahren fördert ausreichende Bewegung das Knochenwachstum, in späteren Jahren den Erhalt starker Knochen.
3. Mangel an Vitamin D
Vitamin D ist unentbehrlich für die Aufnahme von Kalzium und Phosphor aus der Nahrung und deren Einlagerung in die Knochen. Sowohl Kalzium als auch Phosphor werden für den Knochenaufbau benötigt. Gute Kalziumquellen sind grünes Gemüse und Nüsse. Phosphor steckt reichlich in Getreide, Samen und Nüssen.
Wenn zu wenig Vitamin D im Körper vorhanden ist, wird:
- mehr Kalzium im Darm aufgenommen.
- mehr Kalzium von den Nieren an das Blut abgegeben.
- Kalzium aus den Knochen herausgelöst.
Dies führt zu einem Verlust an Knochenmasse.
4. Mangel an Vitamin K
Vitamin K ist wichtig für das Knochenwachstum. Vitamin K holt Kalzium aus den Blutgefäßen und bringt es in die Knochen. Ein Mangel an Vitamin K führt daher dazu, dass zu wenig Kalzium in den Knochen ankommt, mit dem Ergebnis Knochenmasseverlust. Vitamin K steckt vor allem in grünem Gemüse, Olivenöl, Käse und Quark.
5. Hoher Blutzuckerspiegel
Ein langanhaltend erhöhter Blutzuckerspiegel hat einen übersäuernden Effekt auf den Körper. Siehe die Folgen unter Punkt 1.
6. Mangel an Magnesium
Magnesium wird für die Bildung von Hormonen benötigt, hilft beim Aufbau von Muskeln und Knochen und sorgt für Entspannung von Muskeln und Nerven. Es steckt vor allem in Nüssen (Mandeln), Samen und grünem Gemüse.
Fast zwei Drittel des Magnesiums in unserem Körper befinden sich in den Knochen. Ein mäßiger Magnesiummangel verursacht Knochenverlust. Ein schwerer Mangel führt zu verringerter Knochenneubildung und brüchigen Knochen.
7. Mangel an Bor
Das Mineral Bor (Borium) ist für die Aufnahme und Nutzung von Kalzium nötig. Es verbessert die Aufnahme von Kalzium und Magnesium und verstärkt die Wirkung von Kalzium, Magnesium und Vitamin D.
Bor erhöht auch die Bildung von Hormonen, die für die Knochenbildung wichtig sind. Die meisten Obst- und Gemüsesorten enthalten Bor.
8. Mangel an Strontium
Strontium ist ein Mineral, das Knochenabbau verhindert und Knochenaufbau stimuliert. Strontium kommt in Gewürzen, Meeresfrüchten, Hülsenfrüchten und Gemüse vor. Nahrungsergänzungsmittel mit Strontium erhöhen die Knochendichte und beugen einem Rückgang des Knorpels vor.
Behandlung
Die Behandlung beginnt mit der Diagnosestellung durch einen Hausarzt oder medizinischen Spezialisten. Sie verschreiben manchmal Medikamente, um die Beschwerden unmittelbar zu verringern. Ein Physiotherapeut konzentriert sich darauf, das Risiko für (neue) Brüche und Stürze zu senken. Er informiert Patienten über die Folgen der Osteoporose und berät zu einem aktiven Lebensstil.
Ernährung
Die Behandlung kann auf natürliche Weise unterstützt werden, indem auf die Ernährung geachtet wird. Ein Diätassistent oder eine orthomolekulare Behandler konzentriert sich auf die Ursachen der Osteoporose im Bereich Ernährung. Ziel ist, den Körper mit notwendigen und nützlichen Nährstoffen wieder gesund zu machen.
Der Behandler stellt Fragen zu Ernährung und Lebensstil. Es wird auch erhoben, ob ein Mangel oder Überschuss bestimmter Stoffe im Körper vorhanden ist. Der Behandlungsplan zielt auf Veränderungen in Ernährung und/oder Lebensstil ab. Es kann auch geraten werden, ein oder mehrere Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden.
Zum Schluss
Beratung und Behandlung bei Osteoporose sind Maßarbeit. Verschiedene Gesundheitsfachleute helfen dir gern weiter. Tu dies immer in Absprache mit dem Rheumatologen oder Hausarzt.