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Leistenverletzung
Fußball
Eine Leistenverletzung bezeichnet Beschwerden im Leistenbereich. Besonders Fußballer sind häufig betroffen. Ein Drittel der Leistenverletzungen entsteht akut. Die Schmerzen sind dann plötzlich stark vorhanden. Das 'schießt ein' wird oft beschrieben. Bei zwei Dritteln der Leistenverletzungen beginnen die Beschwerden schleichend.
Der Leistenbereich ist die Region an der Vorderseite am Übergang vom Bauch zum Bein, auslaufend zur Schamregion und zur Innenseite des Oberschenkels. Hier kommen Bauch-, Becken- und Beinmuskeln zusammen.
Fußball und Leistenbeschwerden
Fußball ist die Sportart, bei der die meisten Leistenverletzungen auftreten. Das liegt vor allem am Schießen des Balls. Dabei wirken enorme Kräfte auf die Leistenregion. Sowohl das Schussbein als auch das Standbein müssen diese Kräfte aufnehmen.
Beim Schuss werden die Strukturen in der Leiste zunächst stark gedehnt, um sich anschließend mit viel Kraft und Geschwindigkeit zu verkürzen. Je schneller, kräftiger und explosiver die Bewegung, desto weiter fliegt der Ball. Aber auch desto stärker werden die Muskeln in der Leiste belastet. Das Standbein muss diese Bewegung abfangen. Während des Schusses wird über das Standbein rotiert. Das führt zu einer Rotation in der Leistenregion und damit zu Kompression in der Leiste.
Entstehung von Leistenbeschwerden
Akute Leistenverletzungen entstehen meist beim Schießen eines Balls. Auch schnelles Wenden, Drehen und Sprinten sind häufige Auslöser. Die meisten Leistenverletzungen entstehen jedoch allmählich infolge von Überlastung. Dabei war die Leiste über längere Zeit zu hoch belastet, zum Beispiel weil die Trainingsintensität gesteigert wurde.
Genesung von Leistenverletzungen
Die Genesung von Leistenverletzungen dauert oft lange. Das liegt an der komplexen Anatomie der Leiste. Die Leistenregion ist der Kreuzungspunkt von Bauch- und Beinmuskeln. Diese Muskeln müssen daher gut zusammenarbeiten. Auch die Stabilität des Beckens ist von Bedeutung.
Eine schnelle Genesung beginnt mit der richtigen Ursachenermittlung. Aufgrund der Komplexität ist das jedoch nicht immer einfach.
Am wichtigsten für eine gute und schnelle Genesung ist die Anpassung des Trainings. Das heißt, dass das Fußballtraining zwar weiterhin durchgeführt werden kann, aber mit Anpassungen. Dies kann eine geringere Intensität sein oder das Vermeiden harter Schüsse.
Bei akut aufgetretenen Leistenbeschwerden wird davon abgeraten, in den ersten Tagen Fußball zu spielen. Eine Leistenverletzung kann innerhalb von drei bis 12 Wochen vollständig ausheilen. Das hängt von Ursache und Dauer der Beschwerden ab. Wenn bereits häufiger Leistenverletzungen aufgetreten sind, kann die Genesung deutlich länger dauern. Es ist daher wichtig, eine Leistenverletzung gut ausheilen zu lassen. So verringern Sie das Risiko, erneut Beschwerden zu bekommen.
Physiotherapie bei Leistenverletzungen
Für eine optimale Genesung bitten Sie einen Physiotherapeuten oder Sportphysiotherapeuten um Hilfe. Ein (Sport-)Physiotherapeut untersucht die zugrunde liegende Ursache der Verletzung. Das kann eine verminderte Mobilität, verringerte Muskelkraft oder reduzierte Stabilität sein. Häufig ist es eine Kombination dieser Faktoren.
Die Behandlung besteht daher häufig aus einem Übungsprogramm mit Dehnübungen und Übungen zur Verbesserung der Stabilität. Die Stabilitätsübungen sind in der Regel recht einfache Übungen, diese bilden die Basis. Wenn die Stabilität gut ist, werden die Übungen intensiver und stärker auf das Fußballspielen ausgerichtet. Unter Stabilität versteht man hier die Fähigkeit, Bewegungen zu kontrollieren. Ein Physiotherapeut gibt auch Ratschläge für die weitere Genesung.
Leistenverletzungen vorbeugen
Eine Leistenverletzung sorgt dafür, dass eine Zeit lang gar nicht oder weniger Fußball gespielt werden kann. Es ist also wichtig, Leistenbeschwerden vorzubeugen. Eine gute Erwärmung ist hierbei wichtig. Die Leiste sollte während des Aufwärmens aufgewärmt werden, mit Aufmerksamkeit für die Beweglichkeit. Die Leiste sollte sich nicht mehr steif anfühlen.
Außerdem sorgt ein starker Körper für deutlich weniger Verletzungen. Krafttraining ist aus diesem Grund zu empfehlen. Am allerwichtigsten bleibt ein solider Aufbau von Trainings und Spielen. Beginnen Sie nach einer Sommer- oder Winterpause ruhig mit dem Training. Vor allem Schnelligkeit und Explosivität müssen aufgebaut werden.
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