Sensorischer Nerv

Afferenter Nerv

Ein sensorischer Nerv leitet ein von einem der Sinnesorgane aufgenommenes Signal an das Zentralnervensystem weiter. Sinneszellen ermöglichen die Wahrnehmung von Empfindungen wie Wärme, Kälte und Schmerz.

Ein sensorischer Nerv wird auch afferenter Nerv genannt. Er leitet Reize zum Zentralnervensystem hin. Der motorische Nerv oder efferente Nerv arbeitet in die andere Richtung und übermittelt Signale aus dem Zentralnervensystem.

Sinneszellen sind dadurch in der Lage, Reize von außen an das Zentralnervensystem zu leiten, zum Beispiel Schmerz, Temperatur, aber auch die Erfassung der Stellung eines Gelenks oder Körperteils. Die ‘Empfänger’ im Bewegungsapparat werden auch Propriozeptoren genannt. Aus diesem Grund wird das Empfinden des Bewegungsapparats auch Propriozeption genannt.

Der Zellkörper einer sensorischen Nervenfaser liegt in einer Verdickung kurz vor dem Rückenmark. Dies wird Spinalganglion (Spinalnervenknoten) genannt. Jeder Nervenknoten hat einen Fortsatz, der sich in zwei Fasern aufteilt: eine, die zur Haut oder zum Bewegungsapparat verläuft, und eine, die im Rückenmark endet.

Beschwerden sensorischer Nerven

Aufgrund des Verlaufs sensorischer Nerven lässt sich bei Nervenproblemen relativ leicht feststellen, wo das Problem liegt. Zum Beispiel bei Kribbeln oder einem dumpfen Gefühl auf der Kleinfingerseite der Hand. Dann wissen Physiotherapeutin/Physiotherapeut, Hausärztin/Hausarzt oder Neurologin/Neurologe sofort, um welchen Nerv es geht und an welcher Stelle dieser Nerv das Rückenmark verlässt.

So kann die behandelnde Person den Verlauf des Nervs untersuchen, um festzustellen, wo der Nerv eingeengt wird. Durch eine Nervenkompression entstehen nämlich die bekannten eingeschlafenen bzw. kribbelnden Finger oder Füße.

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