- Anatomie
- Peripheres Nervensystem
Peripheres Nervensystem
Das periphere Nervensystem ist der Teil des Nervensystems, der aus den Nerven besteht, die aus Hirnstamm und Rückenmark austreten und zum Kopf, zu Armen, Beinen und Rumpf ziehen. Sie bilden die Verbindung zwischen dem Gehirn und allen Organen, Muskeln und Blutgefäßen.
Anatomie
Das periphere Nervensystem besteht aus 12 Paaren von Hirnnerven, 31 Paaren von Spinalnerven und einem weit verzweigten Netz von Abzweigungen.
Funktion des peripheren Nervensystems
Die Hirnnerven entspringen dem Hirnstamm und sind zuständig für Gesicht, Herz, Verdauungssystem und Atemwege.
Die Spinalnerven entspringen dem Rückenmark und enthalten sowohl motorische als auch sensible Nervenfasern. Nachdem sie den Wirbelkanal verlassen haben, verzweigen sie sich in periphere Nerven, die durch den gesamten Körper verlaufen. Diese peripheren Nerven können sehr lang sein und verlaufen ohne Unterbrechung vom Rückenmark bis zur Großzehe.
Untergliederung im peripheren Nervensystem
Das periphere Nervensystem besteht aus zwei Teilen:
- Somatisches Nervensystem.
- Autonomes Nervensystem.
Somatisches Nervensystem
Das somatische Nervensystem unterliegt der bewussten Kontrolle des Zentralnervensystems und hat eine doppelte Rolle.
- Es empfängt Informationen aus den Sinnesorganen und leitet diese über die sensiblen Nerven an das Zentralnervensystem weiter.
- Es übermittelt Signale vom Zentralnervensystem über die motorischen Nerven an die Muskeln, sodass Bewegung stattfindet.
Autonomes Nervensystem
Das autonome Nervensystem hat, wie der Name schon sagt, keine bewusste Kontrolle und arbeitet automatisch. Es sorgt für die Funktion der Organe und besteht ausschließlich aus motorischen Nervenfasern, die die Muskulatur der Organe steuern, wie Herz, Lungen und Blutgefäße.
Das autonome Nervensystem besteht seinerseits aus zwei Teilen:
- Sympathisches Nervensystem.
- Parasympathisches Nervensystem.
Der Hypothalamus ist Teil des Gehirns und steuert das autonome Nervensystem. Er aktiviert bei Anstrengung den sympathischen Anteil und hemmt den parasympathischen Anteil in Ruhe. So hat stets einer von beiden die Oberhand.
Das sympathische Nervensystem sorgt für die ‘Kampfbereitschaft’ des Körpers durch:
- Erhöhung der Verbrennung von Glukose und Fetten.
- Anhebung des Blutzuckerspiegels.
- Steigerung der Herzfrequenz und kräftigeres Zusammenziehen des Herzmuskels.
- Auslösung von ‘Gänsehaut’.
- Erhöhte Schweißproduktion.
- Erweiterung der Atemwege und Verringerung der Schleimbildung in den Atemwegen.
- Hemmung der Blasenentleerung (Harn zurückhalten).
- Hemmung der Verdauung durch Abnahme der Darmbewegungen.
- Anspannung des Schließmuskels um den After.
- Stimulierung der Produktion von Adrenalin durch die Nebenniere.
Das parasympathische Nervensystem sorgt für die ‘Ruhephase’ im Körper durch:
- Verengung der Atemwege.
- Blasenentleerung (Wasserlassen).
- Verlangsamung der Herzfrequenz.
- Verdauung der Nahrung.
- Speicherung von Nährstoffen.
- Anregung der Darmtätigkeit.
Verwandte Themen
- Achillessehne
- Anatomie der Bauchmuskeln},{
- Anatomie der Hand
- Anatomie der Knochen},{
- Anatomie der Wirbelsäule
- Anatomie des Fußes
- Anatomie des Handgelenks
- Anatomie des Oberschenkels
- Arthrose
- Bandscheibe
- Beckenbodenmuskeln
- Bindegewebe
- Dermatome
- Gelenk
- Gelenkbänder
- Gelenkflüssigkeit
- Gelenkkapsel
- Großer Zeh
- Hamstrings
- Haut
- ISG-Gelenk
- Knorpel
- Lungen
- Motorischer Nerv
- Muskeln
- Nervensystem
- Peripheres Nervensystem
- Propriozeption
- Rotatorenmanschette
- Schleimbeutel
- Sehnen
- Sensorischer Nerv
- Subscapularis
- Trapezmuskel
- Triggerpunkte
- Zentrales Nervensystem