EPTE

Ultraschallgestützte perkutane therapeutische Elektrolyse

EPTE ist eine Behandlung für Sehnenbeschwerden. Immer mehr Physiotherapeuten nutzen diese Behandlung bei langwierigen Sehnenproblemen. Ziel von EPTE ist es, genau an der richtigen Stelle in der Sehne eine Entzündungsreaktion auszulösen. Dadurch setzt die Heilung des Sehnengewebes wieder ein.

Was sind chronische Sehnenprobleme/Tendinopathien?

Chronische Sehnenprobleme, auch Tendinopathien genannt, betreffen Sehnen, deren Qualität abgenommen hat. Zum Beispiel durch Alterung, Überlastung, Inaktivität, Medikamentengebrauch oder rheumatische Erkrankungen. Wenn die Qualität abgenommen hat und die Belastung der Sehnen nicht reduziert wird, entstehen Schmerzen. Bleibt dieses Gleichgewicht sehr lange gestört, geht dies in chronische Sehnenprobleme über.

Lang anhaltende Sehnenbeschwerden sind ein großes Problem für Patientinnen und Patienten sowie Behandelnde. Heilung und Behandlung dauern oft lange und führen nicht immer zu einem guten Ergebnis. Deshalb sind neue Behandlungsmethoden wie EPTE für viele Betroffene mehr als willkommen.

Warum heilen Sehnen so schlecht?

Sehnen sind weniger gut durchblutet. Dabei sorgt Blut für die Zufuhr von Sauerstoff und Baustoffen und den Abtransport von Abfallstoffen. Bei einer Tendinopathie gibt es Sehnenfasern von schlechter Qualität, aber auch Fasern guter Qualität. Durch Übungen/Training werden die gesunden Fasern stärker, das Training hat jedoch wenig Wirkung auf die minderwertigen Sehnenfasern. Dadurch wird ein Teil der Sehne stärker, aber nicht die gesamte Sehne.

Wie läuft eine Behandlung mit EPTE ab?

Es wird eine feine Nadel in die Sehne eingebracht (perkutan). Diese Nadel appliziert einen elektrischen Reiz auf die Sehne. Dieser Reiz sorgt für den therapeutischen Effekt. Durch den Einsatz von Sonografie lassen sich das Problemgebiet in der Sehne und die Position der Nadel genau bestimmen. Die Nadel kann dadurch präzise in den Bereich mit den minderwertigen Sehnenfasern gesetzt werden. Die Nadel wird 80-110 Sekunden unter Strom gesetzt. Das kann ein unangenehmes Gefühl verursachen, tut aber nicht weh.

Welche Wirkung hat eine EPTE-Behandlung?

Die Schmerzen nehmen oft innerhalb weniger Behandlungen ab oder verschwinden sogar vollständig. Diese Schmerzreduktion ist für Patientinnen und Patienten meist am wichtigsten. Darüber hinaus treten in der Sehne die folgenden Heilungsprozesse auf:

  • Bei einer Tendinopathie ist der pH-Wert des Sehnengewebes verändert. Durch den Strom ändert sich der pH-Wert in der Sehne.
  • Die Durchblutung verbessert sich. Dies führt zur Zufuhr neuer Nähr- und Baustoffe und zum Abtransport von Abfallstoffen.
  • Die Sehnenzellen werden zur Bildung von starkem Sehnengewebe angeregt.

EPTE schafft somit die richtigen Voraussetzungen für die Heilung.

Welche Behandlung erfolgt zusätzlich zu EPTE?

Wie gesagt, werden alle Voraussetzungen für die Regeneration von gesundem Sehnengewebe geschaffen. Danach folgt der normale Heilungsprozess. Dieser bleibt sehr wichtig. Aufgrund der Schmerzreduktion denken Menschen oft, dass sie sofort geheilt sind. Eine Sehne, die seit Monaten schmerzt und weniger belastet wurde, ist jedoch nicht auf einmal besser. Durch EPTE können alle Sehnenzellen regenerieren, diese müssen jedoch mit Beratung und einem gezielten Übungsprogramm wieder gekräftigt werden.

Gibt es wissenschaftliche Evidenz für EPTE?

Ja, aber noch nicht viel. Da EPTE eine relativ neue Behandlungsmethode ist, gibt es bisher nur wenig gute wissenschaftliche Forschung. Dies wird im Laufe der Zeit folgen müssen.

Bei welchen Erkrankungen wirkt EPTE?

EPTE wirkt nur bei Tendinopathien. Also nicht bei Schleimbeutelentzündungen, Problemen der Gelenkkapsel oder Kalkablagerungen in den Sehnen. Die meiste wissenschaftliche Evidenz gibt es für folgende Sehnen:

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