Hypokinese

Hypokinese ist ein medizinischer Begriff und bedeutet 'verminderte Bewegung'. Er bezeichnet eine Abnahme der Amplitude oder des Umfangs willkürlicher Bewegungen. Dieses Symptom tritt häufig bei neurologischen Erkrankungen wie der Parkinson-Krankheit auf.

Ursachen der Hypokinese

Die Hauptursache der Hypokinese ist ein Mangel an Dopamin im Gehirn. Dopamin ist ein Neurotransmitter, der für die Regulation von Bewegungen unverzichtbar ist. Bei der Parkinson-Krankheit sterben die dopaminproduzierenden Zellen in der Substantia nigra, einem spezifischen Areal im Gehirn, nach und nach ab. Dies führt zu einer Verringerung automatischer Bewegungen.

Wichtig ist, Hypokinese von Akinesie (Unfähigkeit, Bewegungen zu starten) und Bradykinese (verlangsamte Bewegungen) zu unterscheiden. Auch andere Erkrankungen, die die Basalganglien (an der Motorik beteiligte Hirnareale) betreffen, können Hypokinese verursachen.

Folgen der Hypokinese

Hypokinese zeigt sich auf verschiedene Weise, unter anderem:

  • Verminderte Mimik: Ein weniger ausdrucksstarkes Gesicht, auch 'Maskengesicht' genannt.
  • Weniger Armschwung beim Gehen: Die natürliche Armbewegung beim Gehen nimmt ab.
  • Verringertes Blinzeln: Selteneres Blinzeln, was zu trockenen Augen führt.
  • Monotone Sprache: Eine flache, wenig variierte Stimme.

Diese Symptome beeinträchtigen das Alltagsleben und führen zu sozialem Rückzug oder Missverständnissen in der Kommunikation.

Behandlung der Hypokinese

Die Behandlung der Hypokinese zielt darauf ab, den Dopaminspiegel im Gehirn zu erhöhen und motorische Funktionen zu verbessern. Dies kann mit Medikamenten erfolgen, die von einer Neurologin/einem Neurologen verordnet werden.

Außerdem ist es sinnvoll, in Bewegung zu bleiben und Muskelkraft sowie Mobilität unter Anleitung einer Physiotherapeutin/eines Physiotherapeuten zu verbessern. Eine Ergotherapeutin/ein Ergotherapeut vermittelt den Umgang mit Hilfsmitteln, die alltägliche Aktivitäten erleichtern. Bei Sprechproblemen steht Logopädie zur Verfügung, um die Kommunikation zu verbessern.

In manchen Fällen bietet die tiefe Hirnstimulation (THS) eine Lösung. Das ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Elektroden in bestimmte Hirnareale eingesetzt werden, um die Symptome zu verringern.

Tipps zum Umgang mit Hypokinese

Neben medizinischen Behandlungen können folgende Strategien helfen:

  • Regelmäßige Bewegung: Aktivitäten wie Gehen, Schwimmen, Boxen oder Tai Chi fördern die Bewegungsfreiheit.
  • Einsatz von Hilfsmitteln: Anpassungen im Haushalt und spezielle Hilfsmittel erleichtern tägliche Aufgaben.
  • Unterstützung suchen: Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen oder professionelle Hilfe bietet vielen Betroffenen emotionale und praktische Unterstützung.

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