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Gebrochene Hüfte
Hüftfraktur, Schenkelhalsfraktur
Das Hüftgelenk ist ein sogenanntes Kugelgelenk und besteht aus einem Hüftkopf und einer Hüftpfanne. In einem Kugelgelenk dreht sich der Kopf geschmeidig in der Pfanne. In diesem Fall der Kopf des Oberschenkelknochens in der Pfanne des Beckens.
Der Hüftkopf ist über einen Hals mit dem Oberschenkelknochen verbunden. Dieser Abschnitt wird auch Collum genannt und ist am häufigsten von einem Bruch betroffen.
Andere Bezeichnungen für eine gebrochene Hüfte sind Collumfraktur und Hüftfraktur. Im Folgenden wird beschrieben, wie eine Hüftfraktur entsteht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Wie entsteht eine Hüftfraktur?
Mit großem Abstand die häufigste Ursache einer Hüftfraktur ist ein Unfall (Trauma). Etwa ein Sturz auf die Hüfte oder ein heftiger Schlag gegen die Hüfte bei einem Verkehrsunfall. Das sind Beispiele für ein Hochenergie‑Trauma (HET). Dabei wird durch hohe Geschwindigkeit oder Kraft viel Energie freigesetzt.
Eine gebrochene Hüfte zònder Unfall ist wahrscheinlich die Folge eines geschwächten Hüftknochens. Das wird vor allem bei älteren Menschen gesehen und kann durch Osteoporose oder Knochenkrebs verursacht sein. Durch die Schwächung des Knochens entstehen leichter Brüche.
Merkmale einer Hüftfraktur
Ist die Hüfte gebrochen, ist es nicht mehr möglich, auf dem Bein zu stehen oder zu gehen. Eine Hüftfraktur verursacht starke Schmerzen und der Fuß ist meist nach außen gedreht. In manchen Fällen ist kurz nach dem Bruch eine Schwellung mit blau‑violetter Verfärbung an der Seite der Hüfte zu sehen.
Wie wird eine Hüftfraktur festgestellt (Diagnose)?
Die Diagnose einer Hüftfraktur wird durch körperliche Untersuchung und eine Röntgenaufnahme gestellt. Bei Unklarheit kann eine MRT nötig sein. Zusätzlich kann eine Knochenszintigrafie erwogen werden; sie liefert mehr Informationen über Osteoporose als mögliche Ursache der Hüftfraktur.
Behandlung einer Hüftfraktur
Fast immer ist eine Operation erforderlich, um eine Hüftfraktur zu behandeln. Dabei werden die gebrochenen Knochenteile mittels Stiften und Schrauben wieder miteinander verbunden. Die Entscheidung für eine Operation hängt jedoch von mehreren Faktoren ab, etwa dem Alter des Patiënten, dem allgemeinen Gesundheitszustand und der Knochenqualität. Bei schlechter Knochenqualität, möglicherweise durch Osteoporose oder Knochenkrebs, können Stifte und Schrauben keinen ausreichenden Halt finden. In diesem Fall kann es nötig sein, ein künstliches Hüftgelenk (Hüftprothese) einzusetzen.
Nach der Operation und einer Ruhephase ist es wichtig, Hüfte und Bein wieder zu kräftigen. Ein Physiotherapeut kann dabei gut helfen. Häufig eingesetzte Behandlungsformen sind Mobilisationen, Übungstherapie, Medical Taping, Dry Needling und Massage der Muskulatur in Hüftnähe.
Finden Sie einen Physiotherapeuten, der Ihnen hilft, optimal von einer Hüftfraktur zu genesen.
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